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Aluminium-Extrusionsmaschinen: So entstehen Aluminiumprofile

2026-02-13 14:30:41
Aluminium-Extrusionsmaschinen: So entstehen Aluminiumprofile

Wie Aluminium-Extrusionsmaschinen eine präzise Profilformgebung ermöglichen

Das Extrusionsphänomen: Umwandlung fester Billets in komplexe Querschnitte innerhalb weniger Sekunden

Aluminium-Strangpressmaschinen können feste zylindrische Billets innerhalb von etwas mehr als einer Minute in komplexe, präzise Formen umwandeln. Der Prozess beginnt damit, dass diese Billets gleichmäßig auf Temperaturen zwischen etwa 450 und 500 Grad Celsius erhitzt werden. In diesem Temperaturbereich wird Aluminium formbar genug, um verarbeitet zu werden, behält jedoch seine Festigkeitseigenschaften weitgehend bei. Danach folgt – wörtlich genommen – der schwerste Arbeitsschritt: Ein leistungsstarker hydraulischer Stempel drückt das weiche Metall durch speziell konstruierte Matrizen. Diese Matrizen wirken gewissermaßen wie Formen und geben dem Metall das gewünschte Profil – sei es für anspruchsvolle Fensterrahmen im Bauwesen oder für elegante Komponenten im Automobilbau. Die Aufrechterhaltung einer exakt dosierten Geschwindigkeit des Metalls während des gesamten Vorgangs verhindert zahlreiche Fertigungsprobleme und ermöglicht es den Fabriken, Produkte mit beeindruckender Geschwindigkeit herzustellen – manchmal bis zu nahezu 20 Meter pro Minute. Aufgrund dieser Kombination aus kurzen Produktionszeiten, reproduzierbaren Ergebnissen und genauen Abmessungen setzen die meisten Hersteller bei der Fertigung großer Mengen identischer Teile, die stets mit höchster Präzision hergestellt werden müssen, auf das Strangpressverfahren.

Grundlegende physikalische Prinzipien: Thermoplastizität, hydraulische Kraft und Werkzeugbegrenzung

Präzisions-Extrusion beruht auf drei zentralen physikalischen Prinzipien, die gemeinsam wirken: thermische Plastizität, hydraulische Kraftdynamik und Werkzeug-Einschlussmechanik. Wenn Aluminium ausreichend erhitzt wird, wird es weich, behält jedoch während der Verformung seine Form bei, ohne sich auf molekularer Ebene zu zersetzen. Das hydraulische System hinter diesem Prozess drückt das Metall mit Drücken von über 10.000 Pfund pro Quadratzoll nach vorne und erzeugt dabei einen gleichmäßigen Materialfluss beim Durchtritt durch die Werkzeugöffnung. Im Inneren des Werkzeugs selbst wandelt die sorgfältig gestaltete innere Geometrie all diese hydraulische Leistung in tatsächliche Formgebungskräfte um. Dadurch bleiben Wandstärken konstant (innerhalb von etwa 0,1 Millimeter), während gleichzeitig der Neigung des Metalls entgegengewirkt wird, sich nach der Umformung wieder zurückzubiegen. All diese Faktoren zusammen erzeugen eine einheitliche Mikrostruktur im gesamten Produkt. Dies führt zu einem besseren Korrosionsschutz und zu festeren Werkstoffen als herkömmliche Gießverfahren in der Regel bieten – die Festigkeit kann dabei gelegentlich um rund 30 Prozent steigen. Zudem entfällt nach Abschluss des Umformprozesses jegliche zusätzliche Wärmebehandlung.

Wichtige Komponenten von Aluminium-Extrusionsmaschinen und ihre integrierten Funktionen

Extrusionspresssystem: Zusammenspiel von Stößel, Behälter und Austragstisch

Im Zentrum des Betriebs steht das Extrusionspresssystem, das Hydraulikzylinder, Behälter und Ablauftische zu einer funktionsfähigen Einheit vereint. Bei der eigentlichen Verarbeitung übt der Zylinder eine kontrollierte Kraft aus – gelegentlich bis zu 15.000 Tonnen – und presst die vorgewärmten Blockmaterialien durch den Behälter, wobei die Temperaturen konstant zwischen 450 und 500 Grad Celsius gehalten werden. Dieser Temperaturbereich ist entscheidend, um den erforderlichen stabilen plastischen Fluss zu gewährleisten. Sobald das Material die Düse verlässt, wird es auf den Ablauftisch geleitet. Dieser Teil spielt eine wichtige Rolle bei der Stützung des Profils während der ersten Minuten der Abkühlung und verhindert, dass es durchhängt oder sich verzieht. Das Zusammenspiel all dieser Komponenten ermöglicht es den Herstellern, kontinuierlich mit einer Geschwindigkeit von rund 60 Metern pro Minute zu produzieren und dabei selbst bei anspruchsvollen Formen – wie etwa dünnwandigen oder ungewöhnlichen Konstruktionen, die sich besonders „schwierig“ verhalten – engste Toleranzen einzuhalten.

Extrusionsdüsen und Werkzeuge: Ingenieurpräzision für Maßgenauigkeit und Oberflächenintegrität

Die bei diesem Verfahren verwendeten Extrusionsdüsen bestehen typischerweise aus Werkzeugstahl der Sorte H13 und werden häufig nitriert, um einer höheren thermischen Belastung besser standzuhalten. Diese Düsen spielen eine entscheidende Rolle bei der Genauigkeit des endgültigen Profils. Die Öffnungen in diesen Düsen wurden berechnet und optimiert, um die gewünschte Form innerhalb einer Toleranz von etwa 0,1 mm zu gewährleisten. Mehrere technische Komponenten arbeiten zusammen, um einen reibungslosen Produktionsablauf sicherzustellen. So dienen beispielsweise spezifische Lagerlängen der Steuerung der Materialflussgeschwindigkeit, Entlastungswinkel verhindern das Anhaften von Material an den Düsenoberflächen, und die Stützstrukturen verteilen den Druck, der im gesamten System Werte von über 700 MPa erreichen kann. All diese sorgfältig getroffenen Konstruktionsentscheidungen tragen dazu bei, Probleme wie sichtbare Düsenlinien, unerwünschte Verdrillungseffekte oder Oberflächenschäden zu vermeiden. Dadurch erreichen Hersteller Oberflächenrauheiten unter 3,2 Mikrometer Ra und die nahezu perfekte Maßgenauigkeit, die für Bauteile vorausgesetzt wird, die für die Luftfahrtindustrie bestimmt sind.

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Der durchgängige Aluminium-Profil-Formgebungsprozess

Billet-Vorbereitung: Homogenes Erhitzen auf 450–500 °C für optimale Extrudierbarkeit

Die Vorbereitung des Brammenrohlings ist entscheidend, um einen reibungslosen Strangpressprozess zu gewährleisten. Bei zylindrischen Brammenrohlingen müssen diese in speziellen Öfen gleichmäßig erhitzt werden, bis sie eine Temperatur von etwa 450 bis 500 Grad Celsius erreichen. Diese Erwärmung muss durchgängig gleichmäßig über den gesamten Rohling erfolgen, damit keine kalten Stellen im Inneren verbleiben. Das Temperaturregelungssystem hält die Abweichung auf etwa ±5 Grad, was von großer Bedeutung ist, da dadurch störende Spannungsprobleme und Oxidationserscheinungen vermieden werden. Nach dieser Vorbereitung lässt sich das Material deutlich leichter strangpressen, da es formbar bleibt und problemlos und gleichmäßig durch die Werkzeuge fließt – ohne Rissbildung oder Verklemmung entlang des Weges. Korrekt behandelte Brammenrohlinge weisen deutlich geringere innere Restspannungen auf und sind daher für die Herstellung komplexer Formen unter hohen Druckbelastungen während der Fertigung bestens geeignet.

Extrusion, Abschrecken und Strecken: Stabilisierung der Geometrie und mechanischen Eigenschaften

Nach dem Einlegen wird der heiße Block mit Geschwindigkeiten zwischen etwa 5 und 50 Metern pro Minute durch die Matrize geschoben. Beim Austritt wird er umgehend mittels schnell bewegter Luft oder Wasser abgekühlt. Diese schnelle Abkühlung fixiert die spezielle Mikrostruktur und erhält unmittelbar rund 80 % der maximalen Härte. Im nächsten Schritt erfolgt das Strecken, bei dem das Material um 0,5 bis 3 Prozent verlängert wird. Dadurch werden innere Spannungen im Metall abgebaut, geringfügige Krümmungen korrigiert und sichergestellt, dass das Profil gerade verläuft und nicht seitlich ausbiegt. Das Strecken sorgt zudem dafür, dass alle Abschnitte des Profils ähnliche Festigkeitseigenschaften aufweisen, ohne die Oberflächenqualität zu beeinträchtigen. Der letzte Schritt besteht in einer natürlichen Alterung des Materials über die Zeit oder einer künstlichen Beschleunigung dieses Prozesses. In beiden Fällen steigt die Zugfestigkeit um etwa 25 bis 40 Prozent. Eine solche Verstärkung gewährleistet die strukturelle Integrität, die für Bauwerke, Fahrzeuge und zahlreiche industrielle Anwendungen erforderlich ist, bei denen Zuverlässigkeit oberste Priorität hat.